7. Januar 2013: Oase Terjit – Atar – Wildcamp auf der Piste Atar-Choum

Tagesetappe: 150 km

Nach dem Aufwachen in der wirklich ruhigen Nacht, ganz alleine mitten in der Oase, fuhren wir nach dem Frühstück auf dem Parkplatz nach Atar zurück. Die Oase Mherit fanden wir auch auf dem Rückweg nicht. Ziel war heute Choum an der Erzbahnlinie, von dort wollten wir Richtung Westen an der Bahnstrecke entlang zum Ben Amira (w), dem drittgrößten Monolithen der Welt, fahren da wir es von Nouadhibou aus ja nicht schafften. Die einzigen beiden größeren Monolithen liegen in Australien herum, der Ayers Rock/Uluru und der Mount Augustus. Sollte das Kreuzgelenk eine gute Figur machen, wollten wir eventuell auch den Durchbruch nach Nouadhibou wagen.

Atar

Goldth Mittelarmlehne aus der Außenstelle Terjit

Im Ort tankten wir an der Station Rgueibe Atar 46 L, 381 UM /L, 17.800 UM.

„Feichtinyerreisen“

Am Ortsausgang war wieder Militärkontrolle, der Paß genügte. Es folgte bald der Gewaltige Abstieg vom Adrar-Platau zurück in die Sandwüste, der Passe Te-n-Zak.

Nach dieser wirklich wunderbaren Aussicht fuhren wir vorbei am in Fachkreisen bekannten Fliegenproblemzöllner herab ins Tal, es folgte eine harte Piste, die wir oft nicht direkt befahren konnten, sondern die Ausweichpisten links und rechts davon nehmen mußten. Lummi hatte einen GPS-Track dabei, der von dieser Piste nach Choum ab querfeldein zum Ben Amira führte. Der Track war von Motorradfahrern, Lummis Schluß war daher: Was Motorräder schaffen könnten wir auch schaffen.

Noch auf der Piste Atar-Choum

Wir bogen von der Hauptstrecke ab, schalteten als die ersten Dünen kamen den Allrad ein und gaben Gas. Nach einem guten Stück, das auch prima lief, sandeten wir aber vollends ein. Vor uns nur Weichsanddünen. Wir mußten mehrere male hintereinander graben, Lummi fuhr dann auf die nächste feste Stelle und Blondie und ich mußten die vier jeweils 20 kg schweren Bleche hinterherziehen/-tragen.

Der Mobilfunkempfang der Sender an der Wellblechpiste war seltsamerweise auch schon wieder weg. Wir kamen zum Schluß, daß es nicht das Leben wert wäre, es auf Biegen und Brechen zu versuchen. Wir dachten daran aufzugeben, aber Lummi wollte das noch nicht so ganz war haben, und verschob die Entscheidung auf morgen. „Schaugn ma ma, dann seng ma eh.“ Wir fuhren problemlos zur Piste zurück und bauten gegen 19 Uhr unser Nachtlager in dessen Sichtweite auf. Auch in der Dunkelheit sah man hin und wieder Autolichter. Purer Wahnsinn auf dieser Strecke.

Nach dem Abendmahl (Nudeln mit Pesto) gingen wir sehr früh, gegen 21 Uhr, schlafen – gab ja nix zu tun – der Wecker war auf 6 Uhr eingestellt zum Frühstücken und Losfahren im ersten Sonnenschein.

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