22. Dezember 2012: Montpellier (F) – Castellón (E) – Alicante (E) – Algeciras (E)

Tagesetappe: 1540 km

Unsere beiden Mitfahrer waren sehr angenehm. Kein Streß wie im letzten Jahr. Giurgo redete sehr wenig, Stefan etwas mehr, dafür waren die Gespräche mit ihm recht gehaltvoll.

Wir reisten bei der Nacht nach Spanien ein. In Frankreich wurden 107 EUR Maut fällig – der pure Wahnsinn. An der Grenze La Jonquera – das ist gute Tradition – wurde gehalten und aus den Kanistern nachgetankt. Ich übernahm das Steuer. Fünf Stunden später, um 7.15 Uhr, erreichten wir Castellón. Giurgo stieg wie vereinbart am Bahnhof aus und Blondie übernahm den Dienst am Volant.

Stefan

Bis Alicante waren es nur mehr 260 km. Stefan nannte uns einen Carrefour als Ziel, „den man gar nicht übersehen kann“. Natürlich war er weit und breit nicht zu finden. Wir hielten irgendwo anders und verabredeten uns genau hier für die Rückfahrt in gut einem Monat. Lummi übernahm wieder.

Rast nachdem alle Mitfahrer von Bord waren

Bei Granada war das Pflanzenöl bis auf einen Reservekanister vertankt und wir füllten um 19.30 Uhr an einer Solred noch einmal 20 Liter Diesel für 1,369 EUR /L nach, unverschämt teuer für Spanien. Sie sollten uns sicher nach Marokko bringen.

Bald folgten die unzähligen Ticketverkaufsbuden. Ich war der Ansicht, es sei besser das Ticket im Hafen zu kaufen, denn dort sei man direkt an der Quelle und die vielen Verkäufer hätten preisdrückenden Wettbewerb. Doch probierten wir es einfach und waren positiv überrascht. Läppische 196,20 EUR kostete heuer das Hin- und Rückfahrtticket von Algeciras nach Tanger-Med. 50 EUR weniger als letztes Jahr. War das schon mal erledigt.

Hinter Marbella hörte dann auch irgendwann die Maut auf. Summa summarum für Spanien 48,50 EUR. Im Gegensatz zu Frankreich weniger als die Hälfte Maut für 30 % mehr Strecke. In Algeciras kamen wir um 22.40 Uhr an. Kurzer Technikcheck: Keine 1,5 Liter Öl fehlten nach 2500 km Fahrt. Es gab noch mal Kebab und frische Euros aus dem Automaten, dann fuhren wir zur Fähre. Aus irgendeinem Grund fuhr die nächste erst wieder am nächsten Morgen in der Früh. Wir räumten den Bus auf, genehmigten uns ein Stiegl für die erste erfüllte Mission und dösten ein wenig im Bus auf dem Hafenparkplatz (km 233.992).

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