28. März 2013: Brühl – Graz

Tagesetappe: 905 km

Mittags fuhren wir bei einem Kilometerstand von 413.501 los. Der Zähler hatte über den Winter seinen Geist aufgegeben und funktionierte nur noch sporadisch – ich hatte den Eindruck, temperaturabhängig –, weswegen eine wie gewohnt exakte Kilometerdokumentation diesmal ausbleiben mußte. Wir fuhren die gewohnte, bis zum Voralpenkreuz ziemlich langweilige, Strecke über die A3 nach Südosten und konnten heute abend beim Gruber in Graz übernachten.

A3 bei Frankfurt ...

... und irgendwo in Bayern

Eine absolut spannungsfreie Fahrt, die wir uns mit Unterhaltungen und Musik vertrieben. Irgendwo in Bayern wollte ich den 30-Liter-Kanister Pflanzenöl einfüllen. Wir fuhren auf einem Parkplatz ran. Doch über Nacht, es war zuletzt in Brühl wieder um den Gefrierpunkt abgesackt, war das Öl gestockt. Ich füllte also hier nur die halbwegs flüssige Phase ein und hoffte, daß wir heute nicht noch einen Filter wechseln müßten. Den Rest ließ ich mangels Lust, bei gefühlt null Grad den Kofferraum komplett aus- und umzuräumen, am Müllcontainer stehen. Der glückliche Finder freut sich. Der Kofferraum war bis zum Platzen gefüllt und erinnerte mich an Marokko 2010.

Bald folgte die letzte Tankstelle in Deutschland. Wir mußten sowieso noch die Vignette kaufen (8,30 EUR). Da wir ohne Zeitverzug nach Graz kommen wollten – es schien sowieso eine Ankunft gegen Mitternacht zu werden – tankten wir hier gleich voll (42 L, 62 EUR). Auch hoffte ich damit, das zähe Pflanzenöl besänftigen zu können. Des Weiteren sind die Autobahntankstellen in Österreich indiskutabel teuer. Wenn es in der Stadt 1,30 EUR pro Liter kostet, kostet es auf der Autobahn mindestens 1,50. Die Abzocke ist deutlich schlimmer als in Deutschland.

Die Grenze passierten wir ohne Schwierigkeiten. Es war bereits dunkel geworden. Dann folgten wieder die mautpflichtigen Tunnel unter dem Alpenhauptkamm hindurch. Bosrucktunnel 4,50 EUR. Gleinalmtunnel 8 EUR. Dann waren wir nach über 900 km Fahrt auch schon da.

Gruber empfing uns mit kühlen Bieren, der Wagen konnte vor der Tür stehen bleiben, da wir morgen früh ja gleich weiter wollten. Dennoch führte er uns kurz durch die nähere Umgebung und in die „Kombüse“.

Kombüse Graz

Erst weit nach Mitternacht machten wir uns wieder auf den Heimweg

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