29. Juli 2011: Wiesbaden – Innsbruck

Tagesetappe: 550 km

Am Vorabend, Vorbereitungen abgeschlossen

Heute, nachdem die Vorfreude auf das kommende Neuland bereits ein unerträgliches Maß überschritten hatte, fuhren wir los. Ich nahm einen halben Tag frei und traf mich um zwölf mit Jonas, der von seinem Vater gefahren wurde, vor meiner Arbeit. Er hatte leider keinen Führerschein und daher die Ehre, die gesamte Strecke kutschiert werden zu dürfen und nicht an den Volant gebeten werden zu müssen. Er hatte ein riesiges Sechs-Mann-Zelt dabei. Taylan holten wir bei sich zuhause ab. Das Zelt und Jonas’ Reisetasche wanderten auf den Gepäckträger, der Rest paßte in den Kofferraum und auf den freien Teil der Rückbank. Bei der Gelegenheit wurde auch wieder ein Stern auf den Kühler montiert. Irgendwelche Asis waren offensichtlich zu mir in die Nähe gezogen und haben zwei mal hintereinander direkt vor der Haustür den Stern abgeknickt und ich mußte fast fünf Monate ohne Stern fahren, weil ich mir nicht ständig die 27 EUR für einen neuen leisten konnte. Bei real,- wurden die letzten Einkäufe getätigt, denn Taylan hatte fast nur seine Klamotten und sich selbst dabei.

Die Fahrt bis zum Dreieck Karlsruhe verlief ohne Vorkommnisse, die Strecke fahre ich beinahe schon im Schlaf. Den obligatorischen Stau an diesem Knotenpunkt umfuhren wir über die Bundesstraße bis Pforzheim, von wo es staufrei weiterging. In Memmingen hielten wir für eine Brotzeit bei McDonald’s an, wo sich die Dorfjugend versammelt hatte. Muß eine feine Gegend sein, wo es freitagsabends nichts besseres zu tun gibt.

Christian meldete sich. Er hatte uns wie schon letztes Jahr einen Schlafplatz angeboten, und diesmal konnten wir ihn auch nutzen. Sein Angebot, noch in die Stadt zur Würstelbude zu fahren schlugen wir aus, da es eine halbe Stunde zu spät kam. Wir gaben unsere ETA, 22 Uhr, durch. Ab Füssen fuhren wir über den Fernpaß, um wie immer die österreichische Maut zu umgehen. Dort habe ich bisher noch nie gezahlt. Die Grenze war unbesetzt, wir erreichten Land zwei unserer Reise.

Bei Bier und Pfeife genossen wir den lauen Abend und sprachen über unsere Reisepläne. Christian beteuerte immer wieder, wie gerne er mitkommen würde, aber es hätte bei ihm zeitlich als auch bei uns platzmäßig im Auto kaum gepaßt.

start - weiter